Forster Partnergemeinde Brody (Pförten) erwartet am kommenden Wochenende über 300 Teilnehmer zum 1. Internationalen polnisch-deutschen Parkseminar im Schlossgarten

19.10.2009: Letzte Sitzung der AG Schlossgarten Brody zur Vorbereitung des Parkseminars
19.10.2009: Letzte Sitzung der AG Schlossgarten Brody zur Vorbereitung des Parkseminars

Als am 24.04.2008 neun Partner einen Kooperationsvertrag zur gemeinsamen Organisation und Durchführung des 1. Internationen polnisch-deutschen Parkseminars im Schlossgarten Brody (Pförten) unterzeichneten, ahnte noch keiner, dass das Vorhaben auf derart große Resonanz stoßen würde; denn zwischenzeitlich haben sich über 300 Teilnehmer aus Polen, Deutschland und sogar aus Norwegen angemeldet. Das Vorbereitungsteam unter Leitung des Bürgermeisters der Gemeinde Brody Zbigniew Wilkowiecki wurde u. a. von deutscher Seite unterstützt mit der ehrenamtlich fachlichen Beratung von Claudius Wecke, hauptberuflich Parkleiter in Branitz,  Rudolph Schröder, dem ehemaligen technischen Leiter des Botanischen Gartens in Dresden und Vertreter des Landesvereins Sächsischer Heimatschutz e. V., Vertretern des Fördervereins Fürst-Pückler-Region e. V. und der Partnerstadt Forst (Lausitz). Das Team traf sich in den letzten Monaten regelmäßig zu Arbeitsgesprächen und ist überwältigt von der Bereitschaft, sich ehrenamtlich für die Gestaltung des historischen Parks zu engagieren.

Die Schloss- und Gartenanlage von Brody (Pförten) wurde zwischen 1740 und 1763 durch seinen Besitzer, den sächsischen Premierminister und Reichsgrafen Heinrich von Brühl (1700 -1763) und durch königliche Besuche von August III. (1696 – 1763) berühmt. Entsprechend repräsentativ wurde die Anlage durch den sächsischen Oberlandbaumeister Johann Christoph Knöffel (1686 – 1752) ausgestaltet. Bis zum Ende des 2. Weltkrieges war Pförten der Standessitz der Grafen Brühl und eng mit der Stadt Forst (Lausitz) in der Standesherrschaft Forst-Pförten verbunden. Seit 1945 bestand nur wenig Möglichkeit zur Parkpflege, wodurch sich der Schlossgarten heute in einem überwiegend verwilderten Zustand befindet. Wertvolle bauliche und vegetative Substanz sind in ihrer Existenz stark gefährdet – aber sie können noch gerettet werden. Das 1. Internationale Polnisch-Deutsche Parkseminar soll den nötigen Impuls geben, um den Schlossgarten von Brody (Pförten) vor weiterem Verfall zu bewahren und in seinem Erscheinungsbild aufzuwerten. Die Veranstaltung wird vom 23.10. bis 25.10.2009 im Schlossgarten Brody (Pförten) durchgeführt. Das Parkseminar wird außerdem als 19. Parkseminar des Landesvereins Sächsischer Heimatschutz e.V. geführt.

Die Seminarteilnehmer widmen sich unter fachlicher Anleitung und in 16 Arbeitsgruppen aufgestellt der Schlossgartenpartie zwischen Schloss, Orangerie und Pförtener See. Schwerpunkt ist dabei die Wiederherstellung zugewachsener Sicht- und Raumbeziehungen. Für die Stadt Forst (Lausitz) ist dieses Projekt von besonderer Bedeutung. Es stärkt die überregionale Präsenz. Pförten und Forst (Lausitz) bildeten in der Geschichte viele Jahrhunderte eine Gemeinschaft. So hat sich die Familie von Brühl u. a. auch für die Errichtung des Ostdeutschen Rosengartens engagiert.

Am Abend gibt es für die Teilnehmer Vorträge zur Geschichte des Schlosses, der Familie von Brühl und zu botanischen Besonderheiten des Parkes. Am Samstag findet zusätzlich ein barockes Konzert statt. Am Sonntagnachmittag werden die Teilnehmer zur Besichtigung im Ostdeutschen Rosengarten in Forst (Lausitz) erwartet.

Neben der Euroregion Spree-Neiße-Bober, der Bundesstiftung Umwelt und der Gemeinde Brody (Pförten) unterstützen das Parkseminar finanziell u. a. auch der Landesverein Sächsischer Heimatschutz e. V. sowie die Forster Firma Mrose GmbH, Technischer Handel und Industriebedarf, die Hoffmann Kommunal- und Industrieversicherungsmakler GmbH aus Cottbus und die Sparkasse Spree-Neiße.

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