Märkische Oderzeitung: Der Stolz des Grafen Brühl

Altes Anwesen östlich der Neiße entsteht neu

Von DIETRICH SCHRÖDER

Brody (Pförten) (MOZ) Das Nachbarland Polen hat eine reiche Historie, die sich an vielen Stellen mit der deutschen Vergangenheit berührt. In einer Serie stellen wir ungewöhnliche Orte östlich der Oder vor.

Graf Heinrich von Brühl (1700 bis 1763) war eine der schillerndsten Figuren in der Geschichte Sachsens. Noch heute erinnern die Brühlschen Terrassen in Dresden an jene „graue Eminenz“, die unter August dem Starken und dessen Nach-folger August III. Premierminister war. Kaum jemand dagegen weiß, dass der berühmte Graf einen eigenen Palast besaß. Dessen Überreste sind noch heute zu besichtigen, in Brody, einem kleinen Dorf nordöstlich von Forst, das in deutscher Zeit den Namen Pförten trug. Dort in der Niederlausitz – sozusagen auf der Strecke von Dresden nach Warschau, wo die sächsischen Kurfürsten auch als polnische Könige residierten – beschäftigte Brühl seinen eigenen Hofstaat. Und der muss ziemlich üppig gewesen sein, geht man von den beiden Kavaliergebäuden aus, in denen jeweils um die 50 Räume für Personal und Gäste zur Verfügung standen. Freilich wurde der alte Palast gleich zwei Mal gebrandschatzt. Zunächst im Siebenjährigen Krieg, in dem der Preußenkönig Friedrich II. 1758 eine Husarenabteilung spezelnach Pförten beorderte, um das Schloss seines Widersachers niederbrennen zu lassen. Der umtriebige Brühl war dem „Alten Fritz“ verhasst, weil der Sachse ein Bündnis mit Österreichern und Franzosen gegen Preußen geschmiedet hatte…

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