Berliner Pücklergesellschaft besucht und spendet für Schlosspark Brody

Pücklergesellschaft besuchte Brody am 20.08.2011
Prof. Dr. Seiler in der Bildmitte, rechts neben Claudius Wecke, sagt: „Brody nimmt in dem vierblättrigen Kleeblatt „Europäischen Parkverbund Lausitz“ schon jetzt den wichtigen Platz eines Parks und eines Städtchens mit eindrucksvoll ablesbarem barockem Ursprung ein.“ Foto: Christa Hoffmann (Pücklergesellschaft).

Auf den Spuren des Parkverbundes „Von Graf Brühl bis Fürst Pückler“ besuchte die renommierte Berliner Pücklergesellschaft am vergangenen Samstag, 20.8.2011, in einem Ganztagsausflug Park und Schloss von Brody (Pförten). Für das kommende 3. Parkseminar vom 16.-17.3.2012 spendeten die Parkfachleute die schöne Summe von 300,-€ und sagten außerdem praktische Unterstützung zu.
Prof. Dr. Michael Seiler, Gartendirektor der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten i.R. und Vorsitzender der Pückler Gesellschaft Berlin e. V., schreibt folgende schöne Zeilen über die Bedeutung von Brody, über den neuen Parkverbund und über die Eindrücke seines ersten Brodybesuches:
„Am Sonnabend, den 20. 8. wurden 33 Mitglieder der Pückler Gesellschaft von dem Leiter des Parks Branitz, Claudius Wecke, durch den Park von Brody geführt. Es war ein großartiges Erlebnis, da der Cicerone mit seiner Begeisterung für das unerschöpfliche Kunst- und Naturerlebnis Garten in seiner Person gründliche und unerlässliche Kenntnisse in Theorie und Praxis der Gartendenkmalpflege vereint. Er hat in seiner Diplomarbeit die Bedeutung und den außerordentlichen Wert der Anlage, der schwierigen Quellenlage zum Trotz, glänzend herausgearbeitet. Im Wissen, dass, was durch Verlust in Akten und Plänen nicht mehr erkundbar ist, im Garten noch gelesen werden kann und unbedingt zu bewahren ist, hat Claudius Wecke gemeinsam mit Rudolf Schröder zwei Parkseminare 2009 und 2010 mit  hunderten von aktiven Teilnehmern erfolgreich durchgeführt. Im Ergebnis hat der Park wieder deutlich zu sprechen begonnen. Die freigestellten und geschnittenen Lindenalleen zeigen das eindrückliche, weiträumige barocke Grundmuster. Die Schicht des darübergelegten Landschaftsgartens  spricht wieder mit malerischen und dendrologisch interessanten Baumindividuen. Die freigelegten  Trümmer eines von gestürzten Obelisken flankierten Cenotaphs [Sarkophags] zeugen von einer aufklärerisch-sentimentalen Zwischenphase. Brody nimmt  in dem vierblättrigen Kleeblatt  „Europäischen Parkverbund Lausitz“ schon jetzt den wichtigen Platz eines Parks und eines Städtchens mit eindrucksvoll ablesbarem barockem Ursprung ein. Die Pückler Gesellschaft wünscht und setzt sich dafür ein, dass die wiedergewonnene Sprache von Brody durch weitere Parkseminare und ständige Pflege an Deutlichkeit und Schönheit zunimmt. In diesem Rahmen hätte dann zukünftig auch die durch die polnische Denkmalpflege so vorbildlich gesicherte Ruine des Schlosses eine für das Ensemble unverzichtbare Zukunft.“

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Ein Gedanke zu “Berliner Pücklergesellschaft besucht und spendet für Schlosspark Brody

  1. Wolfgang Richter

    Habe die RBB-Sendung leider verpasst. Bedauerlich, zumal unsere Familie die letzte gewesen sein dürfte – wir wohnten im rechten Kavalierhaus – , die das Schloss im Februar 1945 in seiner Unversehrtheit, aber dann auch in Flammen stehend gesehen haben. In dem im Berliner Nora-Verlag erschienenen Büchlein „Holpriger Weg ins Leben“ habe ich auch meine Zeit in Pförten beschrieben.
    Wolfgang Richter

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