Frühere Ausstellungen

Das Gut Neu Sacro
Vom Brühlschen Besitz um 1850 zum Erlebnisgut 2016

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Ort: Dorfmuseum Sacro / Forst (Lausitz), Ortsteil Sacro
Datum: 03.04. bis 08.05.2016


Kulturlandschaften
HERRSCHAFTSZEITEN! Adel in der Niederlausitz
Verbundausstellung 2014 des Europäischen Parkverbundes Lausitz

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Als Lausitzer Standesherren verfügten sowohl Hermann Fürst von Pückler-Muskau wie auch Heinrich Graf von Brühl über umfangreichen Besitz – seien es Muskau, Branitz, Forst oder Pförten. Sie besaßen Macht und Einfluss und hoben sich ab vom einfachen Adel in Sachsen wie auch in Brandenburg-Preußen. Bereits in böhmischer Zeit entstanden die HERRSCHAFTEN der Niederlausitz – große Adelsbesitzungen mit einem zentralen Ort und mehreren Dörfer und Vorwerken, die heute teilweise in Polen liegen wie z.B. Pförten (Brody) oder Sorau (Żary). Manche Adelsfamilie prägte über Jahrhunderte Geschicke und Entwicklung ihrer Herrschaft, darunter ebenfalls so bekannte Geschlechter wie die Grafen zu Lynar, Promnitz oder die Edlen Herren von Bieberstein. Politik-, Kultur- und Selbstverständnis der „kleinen Fürsten“ standen 2014 erstmals im Mittelpunkt einer Ausstellung.

Die Verbundausstellung „HERRSCHAFTSZEITEN! Adel in der Niederlausitz“ im Schloss Branitz bot vom 9.5.-31.10.14 erstmals die Möglichkeit, die reichen kulturellen und künstlerischen Zeugnisse zur historischen Entwicklung unserer Region in einer Gesamtschau zu erleben. Exponate aus sechs Jahrhunderten zeichneten ein facettenreiches Bild dieser historischen Kulturlandschaft.

Ergänzend dazu bieten Dauerausstellungen in Forst (Lausitz) und Brody (ehem. Pförten) eine Detailstudie: die Entwicklung der einst bedeutenden Standesherrschaft Forst-Pförten zwischen Böhmen, Sachsen und Preußen. In der Forster Stadtpromenade informieren Ausstellungstafeln über „Herrenzeiten – 700 Jahre Adelsherrschaft in Forst-Pförten“; im Schlosspark Brody geben Informationstafeln auf einem Rundweg zwischen Schloss, Stadt und Schlosspark Auskunft über die Geschichte des Brühlschen Residenzstädtchens und seiner einst prachtvollen Schloss- und Parkanlage.

Ort: Schloss Branitz / Cottbus
Datum: 9.5. bis 31.10.2014

Faltblatt zur Verbundausstellung 2014, zweisprachig (pdf-Version)

Publikation:
Ein Begleitband zur Ausstellung bietet spannende und aufschlussreiche Lektüre über Entwicklung und Geschichte des Niederlausitzer Adels und lädt ein, zu einer (Wieder)Entdeckung der Schlösser und Gärten der ehemaligen Standesherrschaften in Brandenburg, Sachsen und der Wojewodschaft Lubuskie. Auch der Katalogteil trägt dazu bei und präsentiert eine Auswahl der teils unbekannten Geschichtszeugnisse und hochkarätigen Kunstwerke aus dem Besitz der Niederlausitzer Standesherrn. HERRSCHAFTSZEITEN! Adel in der Niederlausitz, hrsg. von Dr. Simone Neuhäuser im Auftrag der Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz im Rahmen des Europäischen Parkverbundes Lausitz, 176 Seiten inkl. Zusammenfassung in polnischer Sprache, ISBN 978-3-910061-34-7.
Online-Bestellung über die Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz möglich [Link]


Rechts und Links der Neiße
Erinnerungen an das einstige Brühlsche Reich

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Ort: Kulturkirche Sacro / Forst (Lausitz), Ortsteil Sacro
Datum: 13.04. bis 11.05.2014


„Heinrich Graf von Brühl“
Abschlussausstellung zur Deutsche Rosenschau Forst (Lausitz)

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Die Deutsche Rosenschau 2013 hatte ihre letzte Ausstellung dem Gedenken an den 250. Todestag des Grafen Brühl gewidmet.

Ort: Ostdeutscher Rosengarten Forst (Lausitz), Besucherzentrum
Datum: 19.9. bis 29.09.2013


„Ouvertüre der Rosenträume“
Eröffnungsausstellung zur Deutsche Rosenschau Forst (Lausitz)

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In der sehr erfolgreichen Exposition, die sich dem Grafen Brühl und dem Schloss Pförten widmete, waren auch Stücke des Meißner Porzellans zu sehen (z.B: Teile des Schwanenservice).

Ort: Ostdeutscher Rosengarten Forst (Lausitz), Besucherzentrum
Datum: 14.06.2013 bis 26.06.2013


Friedrich der Große und Graf Brühl – Geschichte einer Feindschaft
Verbundausstellung 2012 des Europäischen Parkverbundes Lausitz

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Die Pückler-Parks in Bad Muskau/Łęknica und in Branitz, der Ostdeutsche Rosengarten Forst (Lausitz) und der Schlosspark Brody sind seit 2010 im Europäischen Parkverbund Lausitz vereint. Aus Anlass des 300. Geburtstages Friedrich II. wurde die erste gemeinsame Verbundausstellung präsentiert. An drei Orten beleuchteten drei Einzelausstellungen das spannungsgeladene Verhältnis des preußischen Königs zu seinem Lieblingsfeind, dem sächsischen Premierminister Heinrich Graf von Brühl. Brühl war eine der schillerndsten Persönlichkeiten seiner Zeit, ein bedeutender Kunstförderer und verantwortlich für die glanzvollen Dresdner Kunstsammlungen. Als mächtigster Politiker im sächsisch-polnischen Königreich wurde Brühl zum Gegenspieler Friedrichs II. Die Verbundausstellung präsentierte im Marstall des Schlosses Branitz originale Objekte und Pretiosen, spannende Streitschriften und Dokumente über die Kontrahenten, erzählt in Brody (ehem. Pförten) die Geschichte des Ortes und des einstigen Lieblingsschlosses des Grafen Brühl, das Friedrich 1758 in Flammen aufgehen ließ, und zeigte in der Stadtkirche von Forst (Lausitz) eine Dauerausstellung und einen neuen Film zum Stadtherrn Heinrich von Brühl, der hier 1763 seine letzte Ruhestätte fand.
»1500 Perücken und keinen Kopf!«, Friedrich II. setzte alles daran, Brühl in der Öffentlichkeit zu diffamieren. Im Siebenjährigen Krieg befahl er die Plünderung und Zerstörung der Brühlschen Schlösser. In Dresden aber wohnte er selbst im Palais des Gegners, das er als »Sachsens kleine Residenz« betrachtete. Wer war Heinrich von Brühl und warum hasste ihn Friedrich II. so innig? Die Branitzer Ausstellung spürte den Ursachen und der Entwicklung des persönlichen Konflikts nach. Prachtvolle Gemälde, Skulpturen, Porzellane, darunter Teile von Brühls legendärem Schwanenservice, vermittelten einen Eindruck von den Persönlichkeiten der beiden Gegenspieler, erzählten von Kunstagenten, Spionen, von der Macht der Diplomatie, von Rache und Zerstörung.

Ort: Schloss Branitz, Marstall / Cottbus
Datum: 25.05. bis 31.10.2012

Faltblatt zur Verbundausstellung 2012, zweisprachig (pdf-Version)

Publikation:
Friedrich der Große und Graf Brühl – Geschichte einer Feindschaft
Hg. von der Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz für den Europäischen Parkverbund Lausitz anlässlich der ersten gemeinsamen Verbundausstellung, 112 Seiten, 70 teils farbige Abbildungen,
ISBN 978-3-910061-21-7
Online-Bestellung über die Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz möglich [Link]


Heinrich Graf von Brühl und die Herrschaft Forst – Pförten
Sonderausstellung

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Am 12. September wurde im Brandenburgischen Textilmuseum Forst (L.) eine neue Ausstellung eröffnet. Sie trägt den Titel „Heinrich Graf von Brühl und die Herrschaft Forst-Pförten“. Es ist die erste Ausstellung des Museums, welche in deutsch und polnisch ausgearbeitet wurde. Nach dem Ausstellungsende in Forst am 15. Februar 2004, soll sie als Wanderausstellung weiter ins polnische Nachbarland gehen.

Bereits die Eröffnungsveranstaltung versprach ein Höhepunkt zu werden. Ein Orchester der Musikschule Sagan, welche überregional für ihre hochwertigen musikalischen Darbietungen bekannt ist, hat ein Konzert gegeben. Außerdem hatten zwei Vertreter der Familie der Grafen von Brühl ihr Kommen zugesagt.

Die Zeit, in welcher Heinrich der Graf von Brühl (1700-1763) die Herrschaft Forst-Pförten sein Eigen nannte, war zwar mit rund zwanzig Jahren relativ kurz, doch für das Herrschaftsgebiet sehr prägend. Seit 1740 Kurfürstlich-Sächsischer und Königlich-Polnischer Premierminister, erwarb Brühl im selben Jahr die Herrschaft Pförten in der Niederlausitz. Er machte die Stadt Pförten zum Aufenthaltsort des sächsischen Hofes auf dessen Reisen zwischen Dresden und Warschau. Entsprechenden Glanz verlieh Heinrich Graf von Brühl dem Pförtener Schloss mit dessen Nebengebäuden sowie der Stadt selbst. Eng verknüpft mit der Geschichte des Schlosses ist die Geschichte des legendären Schwanenservices aus Meissener Porzellan.

Seit 1746 gehörte auch die Herrschaft Forst zum Brühlschen Besitz. Bereits 1744 ließ er im nicht mehr seinem Zweck dienenden Forster Schloss die erste Tuch- und Leinenmanufaktur der Stadt einrichten. Brühl leistete damit seinen Beitrag für einen späteren Aufstieg der Stadt Forst zu einem bedeutenden Standort der Textilindustrie. Nach einem großen Stadtbrand im Jahr 1748 ließ er die Stadtanlage durch den sächsischen Oberlandbaumeister Knöffel völlig neu überplanen und sorgte für finanzielle Unterstützung der Bürger beim Wiederaufbau ihrer Häuser.

Heinrich Graf von Brühl, 1700 in Weißenfels/Thüringen geboren, aufgestiegen vom Pagen bis zum Premierminister der sächsischen Kurfürsten und polnischen Könige August II. und August III. war seit dem Ende der 1730er Jahre treibende Kraft der Politik August III. Entsprechend tief war sein Fall nach der Niederlage Sachsens im Siebenjährigen Krieg 1763. Im selben Jahr verstarb Heinrich Graf von Brühl und wurde auf eigenen Wunsch in der Forster Stadtkirche St. Nikolai beigesetzt. Sein Sohn Friedrich Aloys von Brühl übernahm als Erbe die Herrschaft Forst-Pförten. Sie blieb bis 1945 im Familienbesitz.

Die Ausstellung im Brandenburgischen Textilmuseum Forst (L.) zeigte die Entwicklung der Herrschaften Pförten und Forst insbesondere unter dem Grafen Heinrich von Brühl sowie seiner Nachfolger. Dokumentiert wurden außerdem bisher wenig bekannte Aspekte, Abbildungen und Pläne der Pförtener Schloss- und Gartengeschichte. Als kunstgeschichtliches Highlight erwarteten den Besucher Teile des weltbekannten Schwanenservices.

Ort: Brandenburgisches Textilmuseum Forst (Lausitz)
Datum: 13.9.2003 bis 15.02.2004

Publikation:
Begleitheft zur gleichnamigen Ausstellung im Brandenburgischen Textilmuseum Forst (L.), 2003, 72 Seiten, 110 Abbildungen
Online-Bestellung über den Museumsverein der Stadt Forst (Lausitz) möglich [Link]

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