Pförtener Schwanenservice Thema beim Geschichtsstammtisch

PISTOLE, OCHSENKARRE, FALSCHE LOCKE UND EINE GRENZWERTIGE GESCHICHTE

Hinter der nach einem Krimi anmutenden Überschrift verbirgt sich tatsächlich Spannendes! Denn beim nächsten Forster Geschichtsstammtisch geht es um den Schatz vom Schloss in Pförten/Brody. Er war nicht aus purem sondern aus weißem Gold – dem Meißener Porzellan.
Genauer gesagt geht es diesmal um Nymphen oder Nereide-Figuren aus dem weltberühmten Schwanenservice von Heinrich Graf von Brühl.
Um Schätze ranken sich immer Geschichten.
Sie sind dramatisch, manchmal traurig oder doch einfach nur Legende. Und sie beflügeln die Phantasien bis heute.
So auch die vom ehemaligen Sportjournalisten Wolfgang Richter. Sein Roman „Grenzwertig“ beginnt 1945 in Pförten und zieht einen höchst ungewöhnlichen Spannungsbogen bis in die heutige Zeit. Und er führt den Leser auch wieder in die Region Forst-Pförten zurück und da wird es dann schon fast kriminell.

Herzliche Einladung zum nächsten

Forster Geschichtsstammtisch
am 27. Juli 2017 um 18 Uhr
im Brandenburgischen Textilmuseum Forst (Lausitz)
Sorauer Straße 37

Der Eintritt ist frei. Und es wird gegrillt.

Eine Veranstaltungsreihe vom Museumsverein der Stadt Forst (Lausitz) e.V.

Schloss Pförten (Brody) nach der Sanierung 1924

Das Buch „Kunstdenkmäler der Provinz Brandenburg“, Band V6, Kreis Sorau und Stadt Forst, herausgegeben 1939 im Berliner Kunstverlag durch den Brandenburgischen Provinzialverband unter der Schriftleitung von Heinrich Jerschel veröffentlichte wichtige Fotoaufnahmen des Schlosses Pförten nach der Sanierung. Diese war 1924 abgeschlossen und erstmals wurden die Restaurierungsergebnisse in einer wichtigen überregionalen Weise veröffentlicht. Das Gesamtwerk gilt bis heute als eines der wichtigen Grundlagenwerke für die deutsche und polnische Forschung und Dokumentation der Historie der Orte im ehemaligen Kreis Sorau und der Stadt Forst (Lausitz).  Die Bilder von Pförten wurden u.a. von der damaligen Landesbildstelle Sachsen und der Hansa Luftbild Bonn freigegeben.

Bestandsverweise der „Kunstdenkmäler der Provinz Brandenburg“ (seit 1907) bei der Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz im Internet unter:

www.opac.regesta-imperii.de

Berge – Bähr – Brühl – offene Fahrradtour des Forster Kirchbauvereins 10.09.2016

radtour-2016
In diesem Jahr lädt der Freundeskreis St. Nikolai (Kirchbauverein) zu einer Radtour östlich der Neiße ein. Auf einer Strecke von rund 60 km sollen die vier Kirchen in Forst-Berge (Zasieki), Beitzsch (Biecz), Kohlo (Koło) und Pförten (Brody) angesteuert werden. Dazu kommt auch ein Abstecher zum Grafenkreuz.
Dier Tour startet am 10. September um 9.30 Uhr an der der Stadtkirche St. Nikolai. Interessierte sind herzlich eingeladen.

Fragen zur Tour beantwortet Frank Henschel (0172/3759660)

Neue Sonderausstellung: Das Gut Neu Sacro

Vom Brühlschen Besitz um 1850 zum Erlebnisgut 2016
03.04.2016 – 08.05.2016

Reinhard Natusch hat im Dorfmuseum Sacro interessante Ausstellungsstücke zur Geschichte des Brühlschen Gutes Neu Sacro zusammengetragen. Es wurde nach der Separation 1842 mit über 170 ha gegründet und löste das alte Vorwerk Mückenhain ab. Unter dem Grafen Brühl wurden ein Herrenhaus, Stallungen und Wohngebäude errichtet. Heute ist das Gut im Besitz der Bauern AG Neißetal, die es mit moderner Landwirtschaft, Hofladen und Gastronomie zu einer touristischen Attraktion entwickelt hat. Landrat Harald Altekrüger und zahlreiche Gäste nahmen an der Eröffnungsveranstaltung am 3. April 2016 teil, bei der Reinhard Natusch und Egon Rathey über die Geschichte des Gutes berichteten.

Die Ausstellung ist bis zum 8. Mai 2016, immer sonntags zwischen 14 und 17 Uhr oder nach Voranmeldung zu besichtigen.

Infos zum Gut Neu Sacro: www.gut-neusacro.de

Morgen Vortrag u.a. zu Pförten

Herrenzeiten 2014Vortrag  „Schlesischen Magnaten gleich? Standesherren in der östlichen Niederlausitz“

Große adlige Herrschaften prägten gerade unsere Region beiderseits der Neiße über Jahrhunderte. Wie entstanden sie, wer waren ihre Besitzer und wie gestaltete sich ihre Herrschaft über Land und Leute? Diesen Fragen geht ein Vortrag am Beispiel der Standesherren in Forst, Pförten und Umgebung nach, den der Forster Stadtarchivar Dr. Jan Klußmann halten wird

am Mittwoch, den 05. Nov. 2014, um 18:30 Uhr
im Restaurant „Rosenflair“

Die Veranstaltung erfolgt als Begleitprogramm zur Verbundausstellung des Europäischen Parkverbundes Lausitz sowie der Ausstellung „Herrenzeiten“ in der Innenstadt von Forst (Lausitz), Ecke Cottbuser Str./Promenade.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

Architektur und Kunst in der Brühl-Ära

978-3-7995-8416-6-1Scheinbar waren die Gedenkfeierlichkeiten zum 250. Todestag von Heinrich Graf von Brühl im Jahr 2013 auch ein Startschuss für eine neue und breit angelegte „Brühl-Forschung“. Erinnert sei hier an die im Frühjahr 2014 veranstaltete  „Internationale Konferenz zum 250. Todestag von Heinrich Graf von Brühl (1700–1763)“ in Dresden und Rom.
Nun ist 2014 auch ein facettenreiches Werk erschienen, dass sich mit der  „Architektur und Kunst in der Ära des Minister Heinrich Graf von Brühl“ ausführlich beschäftigt.
Fünfzehn Historiker und Musikwissenschaftler präsentieren einen neuen Forschungstand zu Brühls Schlössern und Residenzen und dem künstlerischen Umfeld mit seinen Architekten, Malern, Bildhauern, Musikern u.a..
Auch die Standesherrschaft Forst-Pförten nimmt in dem Buch einen bedeutenden Platz ein. Zu empfehlen ist der Beitrag von Prof. Dr. Tomaz Torbus – „Pförten (Brody) in der Niederlausitz – ein Schloss für den König und eine Idealstadt des Grafen Brühl.
Einer der insgesamt stärksten Beiträge stammt vom Forster Stadtarchivar Dr. Jan Klußmann. Auf rund 30 Seiten widmet er sich der  „Katastrophenbewältigung und Modernisierung“ der Mediatstadt Forst nach dem Stadtbrand 1748 unter Brühl und Heinicken. Diese Ausführungen dürften für den betreffenden Geschichtsabschnitt von Forst zum Standartwerk avancieren.
Für die Freunde des Schlosses Pförten wird der Beitrag von Dr. Sabine Wilde über den Bildhauer Gottfried Knöffler von besonderem Interesse sein.
Sie stellt detailliert u.a. die vier Atlanten an der Schlosstreppe zum Ehrenhof und die nun kopflosen Sandsteinfiguren Bellona/Fortitudo und Caritas/Venus an der Schlosshofeinfahrt in Knöfflers Werkzusammenhang.
Das großformatige und reich bebilderte Buch mit 308 Seiten kostet 49 Euro.

Frank Henschel

 

Tomasz Torbus (Hg.)
Architektur und Kunst in der Ära des sächsischen Ministers Heinrich Graf von Brühl (1738-1763)
Bearbeitet von Markus Hörsch
Reihe: Studia Jagellonica Lipsiensia, Band 16
Herausgegeben im Auftrag des GWZO an der Universität Leipzig von Jirí Fajt, Markus Hörsch und Evelin Wetter

1. Auflage 2014, Format 21 x 27 cm, 308 Seiten mit ca. 200 Abbildungen, davon 180 in sw, Hardcover
ISBN: 978-3-7995-8416-6

Link zum Verlag


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Architektur und Kunst in der Ära des sächsischen Ministers Heinrich Graf von Brühl (1738-1763) (Studia Jagellonica Lipsiensia)

MB: Gute Nachrichten aus Brühls Brody

Der Märkische Bote vom 8. Augsut 2014

Pförten - Quelle Märkischer Bote 8_August_2014Es tut sich was in Pförten / Das Gasthaus trug einen Ordensnamen:
Konrad Donner aus der Cottbuser Wohnparkstraße findet: „Am Schloss tut sich was. Das Dach ist neu gedeckt, und Fassadengerüste lassen weitere Aktivitäten vermuten. Die flankierenden Kavalierhäuser sehen vom Innenhof her attraktiv aus.“ Damit hat unsere Leser nach Brody/Pförten hingeführt, wo sich erfreulich viele Lausitzer auskennen.
Gerda Kubaschk vom Forstweg in Forst berichtet: „Die Großmutter meines Mannes war beim Grafen Köchin. Meine Schwiegermutter (1893 geboren) hat dort gewohnt. Als Kinder sind sie in Holzpantoffeln in die Schule gegangen. Die Baronessen hatten auch Löcher in den Socken. Die hatten immer gut zu essen, aber nie Geld.  Der von den Preußen zerschossene Saal war nur mit Tannengrüne geflickt. Leider habe ich als Jugendliche nicht viel gefragt. Deshalb kann ich die heutige Jugend nur ermutigen, ihre Eltern und Großeltern immer gründlich auszufragen.“
Fundiert gibt uns Ursula Balzer aus der  Cottbuser  Ricarda-Huch-Straße Auskunft, die zum Thema ein Buch geschrieben hat: „Nachdem Heinrich v. Brühl 1740 die Standesherrschaft Pförten mit mehreren Kammerdörfern gekauft hatte, begann in den folgenden Jahren unter Regie des Baumeisters Christoph Knöfel rege Bautätigkeit. In den Jahren 1747, 1748 und 1753 wurden in Pförten drei Stadttore errichtet (Forster Tor, Sommerfelder Tor und Gubener Tor). Von zweien existieren wohl keine Aufnahmen. Ihr Rätselbild zeigt das Forster Tor noch mit beiden anliegenden Wohnhäusern. Um dem Verkehr Rechnung zu tragen, wurden beide Anbauten 1931 abgetragen und Platz für zwei Durchfahrten geschaffen. Die beiden kleinen und schmalen Durchgänge blieben für Fußgänger.
Neben dem Hauptschloss und beiden Kavalierhäusern, in denen rechts die gräfliche katholische Kapelle Weiterlesen „MB: Gute Nachrichten aus Brühls Brody“