Nächste Etappe: Sanierung des Sarkophags kann beginnen!

HERMANN REEMTSMA STIFTUNG, Hamburg finanziert den Wiederaufbau des bedeutenden Denkmals im Schlosspark Brody (Pförten)


Unter Anwesenheit zahlreicher Pressevertreter aus Deutschland wurde dem Bürgermeister von Brody Ryszard Kowalczuk ein Förderbescheid zur Sanierung des Sarkophags übergeben. Die HERMANN REEMTSMA STIFTUNG finanziert die Wiedererrichtung des steinernen Sarkophags im Schlosspark von Brody (Pförten). „Wir möchten mit dieser Zusage die jahrelangen intensiven Bemühungen von polnischen und deutschen Stellen um dieses bedeutende europäische Kulturerbe würdigen“, erklärt Geschäftsführer Dr. Sebastian Giesen. Mit der Fördersumme von 67.000 € wird die Restaurierung dieser ersten großen Parkarchitektur des Gräflich Brühlschen Schlossparks ermöglicht. Der Parkleiter von Branitz, Claudius Wecke, übergab im Beisein des stellvertretenden Bürgermeisters der Stadt Forst (Lausitz), Jens Handreck, den Förderbescheid heute im Schloss Brody (Pförten) dem Bürgermeister und würdigte das Engagement der HERMANN REEMTSMA STIFTUNG. Claudius Wecke zeigte im Rahmen von Vergleichsaufnahmen die Erfolge der Parkseminare der letzten Jahre, die wesentlich durch ihn inhaltlich konzeptioniert wurden. Der Forster Verwaltungsvorstand, Sven Zuber, stellte die Geschichte des Sarkophags in den Kontext der historischen Entwicklung des Gesamtensembles, welches besonders durch den Grafen Heinrich von Brühl geprägt wurde. Der Dank des Bürgermeisters, Ryszard Kowalczuk, richtete sich an alle Mitstreiter der letzten Jahre , die sich um die Entwicklung von Park und Schloss in Brody verdient gemacht hatten. Die Gemeinde ist ebenfalls bemüht, dieses wichtige europäische Kulturerbe zu entwickeln. Unter den Gästen war auch der Forster Frank Henschel, dessen Beitrag „Der Sarkophag im Pförtener Schlosspark“ im Forster Jahrbuch für Geschichte und Heimatkunde 2015/16 des Museumsvereins eine wichtige Grundlage für die Dokumentation des polnischen Restaurators Tomasz Filar war.
Das unter Aloys Friedrich Graf von Brühl um 1780 errichtete Denkmal ist dem Reichsfreiherrn Karl Gotthelf von Hund und Altengrotkau sowie dem Oberhofjägermeister Christian Ludwig von Gablenz gewidmet. Weiterlesen „Nächste Etappe: Sanierung des Sarkophags kann beginnen!“

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Arbeitsgruppe Schlosspark Pförten / Brody durch Polens Minister für Kultur und Nationales Erbe ausgezeichnet

Ehrung der Arbeitsgruppe Schlosspark Pförten / Brody durch das polnische Ministerium für Kultur und Nationales Erbe v.l.n.r.: Ryszard Kowalczuk (Bürgermeister Brody), Claudius Wecke (Parkleiter Branitz), Elżbieta Anna Polak (Marschallin der Wojewodschaft Lubuskie), Sven Zuber (Verwaltungsvorstand Stadt Forst (Lausitz)), Helena Miklaszewska (Gemeidneverwaltung Brody), Rudolf Schröder (Dresden), Dr. Barbara Bielinis-Kopeć (Wojewodschaftskonservatorin von Lubuskie) und Robert Paluch (stellvertretender Wojewode)
Ehrung der Arbeitsgruppe Schlosspark Pförten / Brody durch das polnische Ministerium für Kultur und Nationales Erbe
v.l.n.r.: Ryszard Kowalczuk (Bürgermeister Brody), Claudius Wecke (Parkleiter Branitz), Elżbieta Anna Polak (Marschallin der Wojewodschaft Lubuskie), Sven Zuber (Verwaltungsvorstand Stadt Forst (Lausitz)), Helena Miklaszewska (Gemeidneverwaltung Brody), Rudolf Schröder (Dresden), Dr. Barbara Bielinis-Kopeć (Wojewodschaftskonservatorin von Lubuskie) und Robert Paluch (stellvertretender Wojewode) Foto: Anna Dziadek

Anlässlich der Feierlichkeiten der Wojewodschaft Lubskie zum Europäischen Tag des Denkmals am 13.09.2016 wurden die Mitglieder der Arbeitsgruppe Schlosspark Pförten / Brody im Schloss Zabor (Saabor/Fürsteneich) mit einer hohen polnischen Auszeichnung zur Pflege der Denkmäler geehrt. Der Minister Piotr Gliński würdigte damit das Engagement um die Sanierung des Schlossparkes in Pförten / Brody, der besonders unter dem kurfürstlich-sächsischen und königlich-polnischen Premierminister Heinrich Graf von Brühl im 18. Jahrhundert große Bedeutung erlangte. Besonders die deutsch-polnischen Parkseminare sicherten die Zukunft  der Anlage. Seit 2009 wurden sie bereits fünfmal durchgeführt und legten die Grundlagen für das Aufblühen des Parks in alter Schönheit. Sichtachsen wurden freigelegt, alte Wegebeziehungen wiederhergestellt, Bäume gepflegt und neu gepflanzt und eine Brücke gebaut. Heute ist der Schlosspark ein beliebter Anziehungspunkt.

Möglich wurde das aber nur durch das gemeinsame Handeln einer Arbeitsgruppe, die sich die Sanierung des Schlossparkes zum Ziel gesetzt hat. Zu ihnen zählt der 1933 in Dresden geborene Diplom-Gartenbauingenieur Rudolf Schröder. Er war Technischer Leiter des Botanischen Gartens der TU Dresden und ist der Nestor und Initiator der Parkseminare in Sachsen. Ebenfalls sehr engagiert sind Claudius Wecke, der Parkleiter des Fürst-Pückler-Parks in Branitz, sowie der Bürgermeister von Brody, Ryszard Kowalczuk, Helena Miklaszewska von der dortigen Gemeindeverwaltung und Sven Zuber, Verwaltungsvorstand in der Stadt Forst (Lausitz). Sie alle erhielten die Auszeichnung aus den Händen der Marschallin der Wojewodschaft Lubuskie,  Elżbieta Anna Polak, dem stellvertretenden Wojewoden, Robert Paluch, und von Dr. Barbara Bielinis-Kopeć, der Wojewodschaftskonservatorin von Lubuskie.

Claudius Wecke und Sven Zuber, die gemeinsam auch zur Geschichte des Schlosses und des Parks in Pförten publiziert haben, sehen in der Auszeichnung ebenfalls eine Anerkennung der vielen Engagierten der Region und anderen Teilen Polens und Deutschlands, die ehrenamtlich bei den Parkseminaren erfolgreich mitwirkten. Für die Zukunft wünschen sie sich eine erfolgreiche Vorbereitung und Durchführung eines 6. Parkseminares Ende 2017, den erfolgreichen Abschluss der geplanten Restaurierung des Sarkophags im Schlosspark und eine hoffnungsvollere Perspektive für die leider sehr verfallene Orangerie. Ihr Dank gilt auch der Euroregion Spree-Neiße-Bober / Sprewa-Nysa-Bóbr, die mit europäischen Fördermitteln bisher eine Parksanierung ermöglichte.

Historische Aufnahmen vom Sarkophag

Pförten, Sarkophag um 1920, Sammlung Stefan Buss
Pförten, Sarkophag um 1920, Sammlung Stefan Buss
Pförten, Sarkophag um 1880, Sammlung Stefan Buss
Pförten, Sarkophag um 1880, Sammlung Stefan Buss

Diese Aufnahmen vom Sarkophag um 1880 und 1920 wurden von Stefan Buss aus Forst (Lausitz) zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank!

Für die Restaurierung des Sarkophags sind historische Aufnahmen sehr wichtig. Daher bitten die Partner des Europäischen Parkverbundes Lausitz um zur Verfügungsstellung von Bildmaterial oder Zeichnungen. Wer dies unterstützen möchte, kann sich an die Stadt Forst (Lausitz), Herrn Zuber (E-Mail: s.zuber@forst-lausitz.de oder Telefon: 03562 989-110) wenden.

Sarkophag im Brühlschen Schlosspark von Brody (Pförten)

Untersuchungen zur Restaurierung des Sarkophags im Brühlschen Schlosspark von Brody (Pförten) können beginnen

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Cottbuser Oberbürgermeister Holger Kelch und Bürgermeister von Brody, Ryszard Kowalczuk unterzeichen Vereinbarung zur Vorbereitung der Sarkophag-Restaurierung

Auf der heutigen Sitzung der Steuerungsgruppe des Europäischen Parkverbundes Lausitz konnten die Weichen für die vorbereitenden Arbeiten zur Restaurierung des erstmals 1789 erwähnten steinernen Sarkophags an der Langen Allee im Schlosspark Brody gestellt werden. Das Denkmal war dem Oberjägermeister von Gablenz und dem Reichsfreiherrn Karl Gotthelf von Hund und Altengrotkau (1722 – 1776) gewidmet. Es stellte ein wertvolles gestalterisches Element in der Parkanlage dar und wurde nach dem 2. Weltkrieg zerschlagen. Die einzelnen Teile liegen heute an der ursprünglichen Stelle und die umgekippten Obelisken kennzeichnen diese. Ein von der polnischen Denkmalbehörde benannter Fachrestaurator und Experte soll nun die Möglichkeiten der Restaurierung prüfen und eine denkmalgerechte Dokumentation sowie Sicherung der Reste des Sarkophags vornehmen. Die Finanzierung dieser Vorarbeiten erfolgt mit Engagement der Hermann Reemtsma Stiftung aus Hamburg. Eine entsprechende Vereinbarung zur Vorbereitung der Restaurierung wurde heute durch den Oberbürgermeister von Cottbus, Holger Kelch, und den Bürgermeister von Brody, Ryszard Kowalczuk, im Rahmen einer Pressekonferenz unterzeichnet. Erste Gedanken zur Restaurierung entwickelte der Parkleiter der Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz, Claudius Wecke (links im Bild unten), bereits 2012, der auf der heutigen Sitzung der Steuerungsgruppe auch das Vorhaben den Mitgliedern des Parkverbundes aus Łęknica, Bad Muskau, Cottbus, Brody und Forst (Lausitz) vorstellte.

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Parkleiter der Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz, Claudius Wecke (links) und Dolmetscher Jerzy Bielerzewski

Link: www.parkverbund.eu

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Zerstörter Sarkophag an der Langen Allee im Schlosspark Brody 2014

Pläne für Schloss Brody (Pförten) vorgestellt

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Foto: Ryszard Kowalczuk / v.l.n.r: Gerd Streidt (Direktor der Stiftung Branitz), Herr Purchard (Vertreter des Schlossbesitzers), Claudius Wecke (Parkleiter Branitz), Antje Popp (Stiftung Branitz) und Sven Zuber (Stadt Forst)

Am Dienstag, den 05.01.2016 hat der polnische Besitzer des Schlosses Brody (Pförten) auf einer Arbeitssitzung von Mitgliedern des Europäischen Parkverbundes seine Pläne für die künftige Nutzung des Schlosses in Brody (Pförten) vorgestellt. In den Räumen der Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz erläuterten er und seine Mitarbeiter auf der Grundlage von Konzeptplänen die Perspektiven. Geplant sind die komplette Sanierung des historischen Schlosses und die Nutzung der neu entstehenden Räume als Konferenz- und Hotelzentrum. Zusätzlich soll es Ausstellungsräume zur Geschichte des Schlosses und des Grafen Heinrich von Brühl geben. Die Kosten sind veranschlagt und der Eigentümer bemüht sich um ein Finanzierungskonzept. Auch wenn gegenwärtig die Pläne sehr ambitioniert sind, so zeigen doch die vielen bereits durchgeführten Sanierungsmaßnahmen im Schloss, dass ein berechtigter Optimismus vorhanden ist.

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Foto: Sven Zuber / 3. von links: Maciej Jusiel (Besitzer des Schlosses) und rechts davon Ryszard Kowalczuk (Bürgermeister von Brody / Pförten)