»Aus historischen Ästen wachsen Bäume der Zusammenarbeit«

Forster Wochenblatt vom 3. Februar 2017
»Aus historischen Ästen wachsen Bäume der Zusammenarbeit«
Bedeutendes Denkmal im Schlosspark wird wieder errichtet

Von Lena Paul

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Ein verspätetes Weihnachtsgeschenk für Brody gab es am Donnerstag vergangener Woche. Passend zu den guten Nachrichten schien die Sonne über der Gemeinde, als zur Mittagszeit im Schloss ein erfreuliches deutsch-polnisches Zusammentreffen stattfand. Neben dem Bürgermeister von Brody, Ryszard Kowalczuk, dem stellvertretenden Bürgermeister von Forst, Jens Handreck, dem Parkleiter des Branitzer Parks, Claudius Wecke, und Sven Zuber, Verwaltungsvorstand für Service, Bildung und Personal, hatten sich auch Helena Miklaszewska von der Gemeindeverwaltung Brody und Frank Henschel, Historiker aus Forst, in dem altehrwürdigen Gebäude eingefunden. Anlass war die Übergabe eines Zuwendungbescheides der Hermann-Reemtsma-Stiftung zur Wiedererrichtung des Sarkophag-Denkmals im Schlosspark Brody und die Unterschrift zu einem dazugehörigen Finanzierungsabkommen. Das bedeutende Sarkophag-Denkmal im Schlosspark Brody (Pförten) wurde unter Aloys Friedrich Graf von Brühl 1780 errichtet und ist dem Reichsfreiherrn Karl Gotthelf von Hund und Altengrotkau sowie dem Oberhofjägermeister Christian Ludwig von Gablenz gewidmet…

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Wir danken dem Forster Wochenblatt für die Genehmigung zur Veröffentlichung.

Forster Stadtkanal: Restaurierung am Sarkophag in Brody kann beginnen

Beitrag zur Pressekonferenz in Brody am 26.01.2017
HERMANN REEMTSMA STIFTUNG, Hamburg finanziert den Wiederaufbau des bedeutenden Denkmals im Schlosspark Brody (Pförten)
Der Forster Wochenrückblick – Kalenderwoche 5/2017

Wir danken „Forst TV – Stadtfernsehen Forst“ für die freundliche Genehmigung zur Verwendung des Beitrages.

http://www.stadtkanal-forst.de

Nächste Etappe: Sanierung des Sarkophags kann beginnen!

HERMANN REEMTSMA STIFTUNG, Hamburg finanziert den Wiederaufbau des bedeutenden Denkmals im Schlosspark Brody (Pförten)


Unter Anwesenheit zahlreicher Pressevertreter aus Deutschland wurde dem Bürgermeister von Brody Ryszard Kowalczuk ein Förderbescheid zur Sanierung des Sarkophags übergeben. Die HERMANN REEMTSMA STIFTUNG finanziert die Wiedererrichtung des steinernen Sarkophags im Schlosspark von Brody (Pförten). „Wir möchten mit dieser Zusage die jahrelangen intensiven Bemühungen von polnischen und deutschen Stellen um dieses bedeutende europäische Kulturerbe würdigen“, erklärt Geschäftsführer Dr. Sebastian Giesen. Mit der Fördersumme von 67.000 € wird die Restaurierung dieser ersten großen Parkarchitektur des Gräflich Brühlschen Schlossparks ermöglicht. Der Parkleiter von Branitz, Claudius Wecke, übergab im Beisein des stellvertretenden Bürgermeisters der Stadt Forst (Lausitz), Jens Handreck, den Förderbescheid heute im Schloss Brody (Pförten) dem Bürgermeister und würdigte das Engagement der HERMANN REEMTSMA STIFTUNG. Claudius Wecke zeigte im Rahmen von Vergleichsaufnahmen die Erfolge der Parkseminare der letzten Jahre, die wesentlich durch ihn inhaltlich konzeptioniert wurden. Der Forster Verwaltungsvorstand, Sven Zuber, stellte die Geschichte des Sarkophags in den Kontext der historischen Entwicklung des Gesamtensembles, welches besonders durch den Grafen Heinrich von Brühl geprägt wurde. Der Dank des Bürgermeisters, Ryszard Kowalczuk, richtete sich an alle Mitstreiter der letzten Jahre , die sich um die Entwicklung von Park und Schloss in Brody verdient gemacht hatten. Die Gemeinde ist ebenfalls bemüht, dieses wichtige europäische Kulturerbe zu entwickeln. Unter den Gästen war auch der Forster Frank Henschel, dessen Beitrag „Der Sarkophag im Pförtener Schlosspark“ im Forster Jahrbuch für Geschichte und Heimatkunde 2015/16 des Museumsvereins eine wichtige Grundlage für die Dokumentation des polnischen Restaurators Tomasz Filar war.
Das unter Aloys Friedrich Graf von Brühl um 1780 errichtete Denkmal ist dem Reichsfreiherrn Karl Gotthelf von Hund und Altengrotkau sowie dem Oberhofjägermeister Christian Ludwig von Gablenz gewidmet. Weiterlesen „Nächste Etappe: Sanierung des Sarkophags kann beginnen!“

Untersuchung zur möglichen Sarkophag-Restaurierung abgeschlossen

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Der Restaurator Tomasz Filar hat Ende 2016 die Untersuchung am Sarkophag im Schlosspark Pförten (Brody) abgeschlossen. Nunmehr liegt seine umfangreiche Dokumentation der Arbeiten vor, die auch von Archäologen begleitet wurden. Alle noch vorhandenen Bestandteile sind gesichert und bewertet. Grundsätzlich wird die Wiederherstellung der beiden Obelisken und des Sarkophags trotz der großen Beschädigungen für möglich gehalten. Interessant sind auch die festgestellten Spuren einer Wasserkaskade, die auf der westlichen Seite des Monuments platziert war. Offenbleiben muss gegenwärtig aber noch, ob dort jemals Wasser geflossen ist. Die Untersuchungen sind möglich gewesen durch das finanzielle Engagement der Hermann-Reemtsma-Stiftung aus Hamburg und die Engagierten im Europäischen Parkverbund Lausitz. Damit sind die Grundlagen für einen eventuellen Wiederaufbau gelegt. Ob jedoch die Wiederherstellung dieses besonderen Kunstwerkes der Gartenarchitektur des 18. Jahrhunderts gelingt, ist nicht zuletzt abhängig von einer Gesamtfinanzierung. Dazu wird es in nächster Zeit weitere Informationen geben.

Untersuchungsarbeiten am Sarkophag gestartet

Foto: Anna Dziadek
Foto: Anna Dziadek

Am 13. Oktober 2016 haben die Untersuchungsarbeiten am Sarkophag im Schlosspark Brody begonnen. Der beauftragte Restaurator Tomasz Filar begutachtet dabei die verbliebene Originalsubstanz, bewertet den Zustand, ermittelt fehlende Stücke und erstellt abschließend ein Konzept für eine anschließende Wiederherstellung. Die Voruntersuchungen werden durch eine finanzielle Zuwendung der Hermann-Reemtsma-Stiftung aus Hamburg ermöglicht.

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Foto: Anna Dziadek
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Foto: Anna Dziadek

Historische Aufnahmen vom Sarkophag

Pförten, Sarkophag um 1920, Sammlung Stefan Buss
Pförten, Sarkophag um 1920, Sammlung Stefan Buss
Pförten, Sarkophag um 1880, Sammlung Stefan Buss
Pförten, Sarkophag um 1880, Sammlung Stefan Buss

Diese Aufnahmen vom Sarkophag um 1880 und 1920 wurden von Stefan Buss aus Forst (Lausitz) zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank!

Für die Restaurierung des Sarkophags sind historische Aufnahmen sehr wichtig. Daher bitten die Partner des Europäischen Parkverbundes Lausitz um zur Verfügungsstellung von Bildmaterial oder Zeichnungen. Wer dies unterstützen möchte, kann sich an die Stadt Forst (Lausitz), Herrn Zuber (E-Mail: s.zuber@forst-lausitz.de oder Telefon: 03562 989-110) wenden.

Auftakt für die Sarkophag-Restaurierung im Schlosspark Brody (Pförten)

Wichtiger Tag für den Europäischen Parkverbund Lausitz

Bereits in einer Reisebeschreibung von 1789 ist der steinerne Sarkophag an der Langen Allee im Schlosspark Pförten/Brody erwähnt, den Alois Graf von Brühl (1739-1793) errichten ließ. Das Denkmal war dem Oberjägermeister von Gablenz und dem Reichsfreiherrn Karl Gotthelf von Hund und Altengrotkau (1722 – 1776) gewidmet. Der Sarkophag stand ursprünglich auf vier Steinkugeln und war von zwei Obelisken flankiert. Die Spitze des einen Obelisken war bereits vor dem Zweiten Weltkrieg abgebrochen. Als Material wurde Sandstein verwendet. Eine Inschrift im Sarkophag besagte: „Piis manibus amicorum“ (Durch die treuen Hände der Freunde). Eine rahmende Bepflanzung aus Farnen und Koniferen umspielte den Steinsarg malerisch. „Die Gestaltung am Sarkophag bildete den Auftakt für spätere umfassende landschaftliche Umgestaltungen im Schlosspark Brody ab 1807“, so Claudius Wecke, Parkleiter in Branitz und Kenner des Pförtener Schlossparkes.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Sarkophag zerschlagen. Man hatte vermutlich einen wertvollen Inhalt erwartet. Als von Moosen geschützter Steinhaufen existieren die einzelnen Teile heute an gleicher Stelle im Park. Die Obelisken liegen umgekippt neben dem Sarkophag und sind nahezu unbeschadet.

Am Dienstag, den 28.06.2016 starteten nun die Arbeiten für die Vorbereitung zur Restaurierung des Sarkophags. Möglich ist dies durch die dankenswerte finanzielle Unterstützung der Hermann Reemtsma Stiftung aus Hamburg. Deren Geschäftsführer Dr. Sebastian Giesen traf sich aus diesem Grund anlässlich des Beginns der Untersuchungen mit Verantwortlichen des Parkverbundes im Schlosspark Brody, darunter dem Bürgermeister der Gemeinde Ryszard Kowalczuk, Claudius Wecke für Cottbus-Branitz und Sven Zuber für Forst (Lausitz). Das Treffen wurde begleitet von Dr. Barbara Bielinis-Kopeć, der Landeskonservatorin des Denkmalamtes der Wojewodschaft Lubuskie. Tomasz Filar, einer der bekanntesten Restauratoren in Westpolen erläuterte die nächsten Schritte der weiteren Arbeiten. Nach einer Inventarisierung der noch vorhandenen Teile und deren wissenschaftlicher Untersuchung wird ein umfangreiches Konzept zum Wiederaufbau aufgestellt. Dieses soll dann mit der Denkmalschutzbehörde bis spätestens November 2016 abgestimmt werden. Nicht ausgeschlossen ist, dass die komplette Restaurierung bis Ende 2017 abgeschlossen werden könnte.

Für die Hermann Reemtsma Stiftung ist es sehr wichtig, dass sich vor Ort Menschen erfolgreich engagieren und die geförderten Projekte Impulse für die weitere Entwicklung geben können, so Dr. Giesen, der Brody bereits zum dritten Mal besucht hat und sich sehr begeistert über die bisherige Entwicklung äußerte.

Für die Restaurierung des Sarkophags sind historische Aufnahmen sehr wichtig. Daher bitten die Partner des Europäischen Parkverbundes Lausitz um zur Verfügungsstellung von Bildmaterial oder Zeichnungen. Wer dies unterstützen möchte, kann sich an die Stadt Forst (Lausitz), Herrn Zuber (E-Mail: s.zuber@forst-lausitz.de oder Telefon: 03562 989-110) wenden.