Winterwanderung um den Pförtener See

Bei bestem Sonnenschein und angenehmen Wintertemperaturen führte uns der Weg heute um den Pförtener See. Guter Ausgangspunkt für solche Tour war das Schloss. Entlang der Informationstafeln gelangte man durch den Ort vorbei an der Kirche in den Schlosspark. Mit kurzem Abstecher an der Wegeführung zur Orangerie ging es dann auf dem Lindenweg  vorbei am Arboretum auf die nördliche Uferseite. Hier führt der Weg vorbei an idyllischen Aussichtsstellen mit Blicken auf den See an das Nordwestufer. Blicke richteten sich hier auf die Kirchenruine von Jeziory Dolne / NiederJehser. Auf der Straße nach Suchodół / Zauchel  biegt man dann in der Kurve südöstlich ein und wandert wieder in Richtung Schlosspark. Einen wunderbaren Blick auf den See hatte man kurz vor der Hubertuseiche von der Aussichtsplattform am Ufer. Sehr schöne Winteraussichten gab es auch bergauf auf dem Rundweg  in Christinenruh zum Standort des ehemaligen Teehauses. Das Südboskett erreichte man über die bei einem Parkseminar errichtete Robinien-Brücke. Zum Abschluss gab es angenehme freie Blicke durch „Parkfenster“ auf Schloss und Kirche.
Die Strecke hatte eine Länge von 6,5 km und war entspannt in 1 Stunde und 45 Minuten zu erwandern.

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Nächste Etappe: Sanierung des Sarkophags kann beginnen!

HERMANN REEMTSMA STIFTUNG, Hamburg finanziert den Wiederaufbau des bedeutenden Denkmals im Schlosspark Brody (Pförten)


Unter Anwesenheit zahlreicher Pressevertreter aus Deutschland wurde dem Bürgermeister von Brody Ryszard Kowalczuk ein Förderbescheid zur Sanierung des Sarkophags übergeben. Die HERMANN REEMTSMA STIFTUNG finanziert die Wiedererrichtung des steinernen Sarkophags im Schlosspark von Brody (Pförten). „Wir möchten mit dieser Zusage die jahrelangen intensiven Bemühungen von polnischen und deutschen Stellen um dieses bedeutende europäische Kulturerbe würdigen“, erklärt Geschäftsführer Dr. Sebastian Giesen. Mit der Fördersumme von 67.000 € wird die Restaurierung dieser ersten großen Parkarchitektur des Gräflich Brühlschen Schlossparks ermöglicht. Der Parkleiter von Branitz, Claudius Wecke, übergab im Beisein des stellvertretenden Bürgermeisters der Stadt Forst (Lausitz), Jens Handreck, den Förderbescheid heute im Schloss Brody (Pförten) dem Bürgermeister und würdigte das Engagement der HERMANN REEMTSMA STIFTUNG. Claudius Wecke zeigte im Rahmen von Vergleichsaufnahmen die Erfolge der Parkseminare der letzten Jahre, die wesentlich durch ihn inhaltlich konzeptioniert wurden. Der Forster Verwaltungsvorstand, Sven Zuber, stellte die Geschichte des Sarkophags in den Kontext der historischen Entwicklung des Gesamtensembles, welches besonders durch den Grafen Heinrich von Brühl geprägt wurde. Der Dank des Bürgermeisters, Ryszard Kowalczuk, richtete sich an alle Mitstreiter der letzten Jahre , die sich um die Entwicklung von Park und Schloss in Brody verdient gemacht hatten. Die Gemeinde ist ebenfalls bemüht, dieses wichtige europäische Kulturerbe zu entwickeln. Unter den Gästen war auch der Forster Frank Henschel, dessen Beitrag „Der Sarkophag im Pförtener Schlosspark“ im Forster Jahrbuch für Geschichte und Heimatkunde 2015/16 des Museumsvereins eine wichtige Grundlage für die Dokumentation des polnischen Restaurators Tomasz Filar war.
Das unter Aloys Friedrich Graf von Brühl um 1780 errichtete Denkmal ist dem Reichsfreiherrn Karl Gotthelf von Hund und Altengrotkau sowie dem Oberhofjägermeister Christian Ludwig von Gablenz gewidmet. Weiterlesen „Nächste Etappe: Sanierung des Sarkophags kann beginnen!“

Schloss Pförten (Brody) nach der Sanierung 1924

Das Buch „Kunstdenkmäler der Provinz Brandenburg“, Band V6, Kreis Sorau und Stadt Forst, herausgegeben 1939 im Berliner Kunstverlag durch den Brandenburgischen Provinzialverband unter der Schriftleitung von Heinrich Jerschel veröffentlichte wichtige Fotoaufnahmen des Schlosses Pförten nach der Sanierung. Diese war 1924 abgeschlossen und erstmals wurden die Restaurierungsergebnisse in einer wichtigen überregionalen Weise veröffentlicht. Das Gesamtwerk gilt bis heute als eines der wichtigen Grundlagenwerke für die deutsche und polnische Forschung und Dokumentation der Historie der Orte im ehemaligen Kreis Sorau und der Stadt Forst (Lausitz).  Die Bilder von Pförten wurden u.a. von der damaligen Landesbildstelle Sachsen und der Hansa Luftbild Bonn freigegeben.

Bestandsverweise der „Kunstdenkmäler der Provinz Brandenburg“ (seit 1907) bei der Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz im Internet unter:

www.opac.regesta-imperii.de

Untersuchung zur möglichen Sarkophag-Restaurierung abgeschlossen

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Der Restaurator Tomasz Filar hat Ende 2016 die Untersuchung am Sarkophag im Schlosspark Pförten (Brody) abgeschlossen. Nunmehr liegt seine umfangreiche Dokumentation der Arbeiten vor, die auch von Archäologen begleitet wurden. Alle noch vorhandenen Bestandteile sind gesichert und bewertet. Grundsätzlich wird die Wiederherstellung der beiden Obelisken und des Sarkophags trotz der großen Beschädigungen für möglich gehalten. Interessant sind auch die festgestellten Spuren einer Wasserkaskade, die auf der westlichen Seite des Monuments platziert war. Offenbleiben muss gegenwärtig aber noch, ob dort jemals Wasser geflossen ist. Die Untersuchungen sind möglich gewesen durch das finanzielle Engagement der Hermann-Reemtsma-Stiftung aus Hamburg und die Engagierten im Europäischen Parkverbund Lausitz. Damit sind die Grundlagen für einen eventuellen Wiederaufbau gelegt. Ob jedoch die Wiederherstellung dieses besonderen Kunstwerkes der Gartenarchitektur des 18. Jahrhunderts gelingt, ist nicht zuletzt abhängig von einer Gesamtfinanzierung. Dazu wird es in nächster Zeit weitere Informationen geben.

Ausstellungsankündigung: Pförten und die Tierwelt des Grafen Brühl

26. März bis 14. Mai 2017
Dorfmuseum Sacro, Dorfstraße 4, 03149 Forst (Lausitz)

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Altes Karten- und Bildmaterial erinnert noch einmal an das Geschlecht Brühl in Pförten (Brody). Das große Dreieck zwischen Forst, Sommerfeld und Teuplitz war Hauptbestandteil der Gräflich Brühlschen Forst. Im Sau- und Tiergarten waren Rehe und Hirsche sowie seltene Pflanzen und Schmetterlinge heimisch.

Öffnungszeiten 26.03. bis 14.05.2017: jeweils am Sonntag zwischen 14 und 17 Uhr
oder nach Vereinbarung unter 03562 662053

Die Eröffnung der Sonderausstellung am 26. März 2017 um 15 Uhr im Dorfmuseum Sacro wird umrahmt von den Jagdhornbläsern und den Männergesangvereinen Sacro/Bademeusel. Für das leibliche Wohl wird ein Wildgulasch angeboten.

Neue Chancen für Pförten / Brody 2017

Für Pförten / Brody könnten sich 2017 neue Chancen für die Entwicklung ergeben. Ambitionierte Projekte weisen in eine positive Richtung. Ausbau der Infrastruktur, die Pläne für die Sanierung der ehemaligen Turnhalle für ein grenzübergreifendes Kultur- und Tourismuszentrum und vielleicht weitere Schritte zur Restaurierung des Sarkophags im Schlosspark können hoffentlich im kommenden Jahr schon erste Schritte zur Realisierung verzeichnen. Auch ein weiteres Parkseminar ist in Vorbereitung, aber der Termin steht derzeit noch nicht fest. Traurig bleibt aber weiterhin der Zerfall der sich in Privatbesitz befindlichen historischen Orangerie. Aber wir sind natürlich voller Optimismus. Vielleicht ist eine Tages dieses einzigartige Bauwerk mit einer Verbindung aus Theatergebäude und Orangerie doch wieder zu retten. Sie werden es hier lesen…
Ich wünsche Ihnen ein gesundes neues Jahr 2017.
Herzliche Grüße

Sven Zuber

Parkimpressionen November 2016

 

Grenzübergreifendes Kultur- und Tourismuszentrum in Brody/Pförten geplant

Unterzeichnung einer Absichtserklärung zwischen Forst (Lausitz) und Brody über die gemeinsame Realisierung von weiteren Projekten im Rahmen des Europäischen Parkverbunds Lausitz

Am Mittwoch, den 14.12.2016 unterzeichneten die Stadt Forst (Lausitz) und die polnische Gemeinde Brody eine Absichtserklärung über die in der nächsten Zeit von beiden Gemeinden geplanten gemeinsamen grenzüberschreitenden Projekte. Das Ziel der von Brody und Forst (Lausitz) geplanten Projekte liegt in einer behutsamen Weiterentwicklung des gemeinsamen Natur- und Kulturerbes, um dessen Erlebbarkeit für die Besucher noch attraktiver zu gestalten. Hierzu sollen die bereits bestehenden Anlagen erneuert werden, um  weitere touristische Potentiale zu aktivieren und die Besucher zu einem längeren Aufenthalt in der Region zu begeistern.

Im Schlosspark Brody soll:

  • durch die Sanierung eines ehemaligen Gemeindehauses (Turnhalle im historischen Ortskern) ein grenzübergreifendes Kultur- und Tourismuszentrum für Ausstellungen, kulturelle Events und Informationen über die Geschichte der Region und der Parks des Europäischen Parkverbundes Lausitz entstehen.

20161214_letter-of-intent_06Die Sanierungskosten für das grenzübergreifende Kultur- und Tourismuszentrum in Brody werden auf 735.000 Euro geschätzt. Beabsichtigt ist eine 85%-Förderung durch das europäische Förderprogramm Interreg der Euroregion Spree-Neiße-Bober. Die Arbeiten sollen 2020 abgeschlossen sein.

Im Ostdeutschen Rosengarten Forst (Lausitz) sollen:

  • das Areal an der Schubertlinde als Erholungspunkt neu gestaltet,
  • der Aufenthaltspunkt am Edelrosenbeet teilweise erneuert,
  • ein Überwinterungshaus zum Schutz frostempfindlicher Gehölze des Rosengartens errichtet und
  • ein Ersatzneubau für den in die Jahre gekommenen Servicepoint errichtet werden.

Die geplanten Maßnahmen bauen auf dem auf, was in der Vergangenheit in den Parks und im Umfeld, insbesondere im Bereich der Infrastruktur, realisiert worden ist. Dadurch soll erreicht werden, dass die Erlebbarkeit des Natur- und Kulturerbes in der Region zu einer Erhöhung der Besucherzahlen in den Parks in Forst (Lausitz) und Brody führt. In einem besonderen Einklang von Kultur und Natur sollen beide Parks an die Bedürfnisse der Besucher des 21. Jahrhunderts nachhaltig angepasst werden, um ein einzigartiges grenzüberschreitendes touristisches Angebot präsentieren zu können.

Der Ostdeutsche Rosengarten Forst (Lausitz) und der Schlosspark Brody sind jeweils ein Bestandteil des Europäischen Parkverbundes Lausitz, der schon seit vielen Jahren von der Europäischen Union im Rahmen des Programmes Interreg mit EFRE-Mitteln gefördert wird. Zu dem Europäischen Parkverbund zählen neben den Parks in Forst (Lausitz) und Brody auch die Parks in Bad Muskau/Leknica und der Branitzer Park in Cottbus.

Quelle: Stadt Forst (Lausitz)